Kenne Deine Rechte

10 Minuten auf die Straßenbahn warten – für eine bessere Welt


Als ,,Demonstration” wird eine Ansammlung von Menschen zum Zweck der freien Meinungsäußerung bezeichnet.[1]  Dies kann ein toller Weg sein, um Menschen mit der gleichen Meinung zu vereinen, aktiv auf Missstände in unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen und mit vereinten Kräften eine Veränderung in Gang zu setzen.

Gegnerinnen und Gegner jedoch empfinden jene Ansammlungen hauptsächlich als lästig oder gar unwirksam.  Begründet wird dies häufig damit, dass das ,,reine Verkehrsblockaden ohne jeden Zweck seien’’, oder aber ,,dass sowieso nur Menschen mit viel Macht dazu in der Lage wären, Entscheidungen zu treffen und Bestehendes zu verändern’’.

Aktuell sorgen die Demonstrationen beziehungsweise Streiks von der Fridays For Future Bewegung für Aufsehen. Ausgehend von der siebzehnjährigen Schwedin Greta Thunberg treten Anhängerinnen und Anhänger weltweit aktiv für den Klimaschutz ein und fordern die Politikerinnen und Politiker zu einem sofortigen Handeln auf.

Doch Bewegungen wie diese sind keine Neuheit.

Weltweit erfolgreiche Demonstrationen

Weltweit demonstrieren Menschen auf den Straßen, um auf Bestehendes aufmerksam zu machen und Missstände so zu verändern.
Einige Beispiele für weltweit historisch erfolgreiche Demonstrationen:

Christopher Street Day (Pride Parade)[2]

Am 28. Juni 1969 fand damals in der Christopher Street der sogenannte Stonewall Aufstand statt (benannt nach der Bar ,,Stonewall Inn”, von der alles ausging). Die Menschen wehrten sich so gegen die damals sehr häufigen Polizeirazzien gegen Kneipen mit queeren Menschen als Zielpublikum.
Um diesen wirksamen Aufständen zu gedenken, feiert man nun bereits weltweit jährlich im Juni den Christopher Street Day in Form einer Pride Parade und der Monat Juni gilt seitdem sogar als ,,Pridemonth”. Doch noch immer dienen diese Paraden als Demonstrationen, um auf Ungleichheiten und Missstände aufmerksam zu machen – und um eine gewünschte Veränderung in Gang zu setzen.

Internationaler Frauentag[3]

Der erste nationale Frauentag wurde bereits im Jahr 1909 in den USA abgehalten, in Österreich im Jahre 1911. Damals wurde hauptsächlich für das Frauenwahlrecht marschiert, danach gegen den Abtreibungsparagraphen, für eine Reform des Eherechts, eine Absicherung von Frauen im Alter und für bessere Arbeitsbedingungen.
Der 8. März als offiziellen internationalen Frauentag wurde jedoch erst im Jahr 1921 festgelegt.
Der heurige Frauentag steht dafür, sich für eine Welt gegen Sexismus, Rassismus, Homophobie und veraltete Geschlechterstereotypen einzusetzen.[4]

Arabischer Frühling

,,Als Arabischer Frühling [] wird eine im Dezember 2010 beginnende Serie von Protesten, Aufständen und Revolutionen in der arabischen Welt bezeichnet.”[5]
Ziel dessen ist eine Veränderung des bestehenden Systems – weg vom Polizeistaat, hin zu einem friedlicheren Miteinander. Die Menschen erhofften sich vor allem eine Verbesserung der Menschenrechtslage.
Doch eine Verbesserung des politischen Systems erfolgte leider nur in Tunesien.[6]

Es macht also durchaus Sinn, seine Freizeit zu opfern, sich zu informieren und aktiv für etwas einzutreten, was einem wichtig erscheint.
Denn gemeinsam als Gesellschaft kann vieles verändert werden – auch scheinbar starre Systeme, die einem unumwerflich erscheinen.


[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Demonstration

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Christopher_Street_Day

[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Frauentag

[4] https://waf.mur.at/manifest

[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Arabischer_Fr%C3%BChling

[6] https://www.sosmitmensch.at/acht-jahre-arabischer-frhling-und-jetzt


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