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Au Revoir zum Klimaschutzabkommen


Nachdem Präsident Trump am Freitag ankündigte, dass die USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen aussteigen werden, ist das Resümee der anderen Staaten zu dieser Entscheidung negativ. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigt sich enttäuscht und bedauert Trumps Entscheidung sehr, wie sie auf dem Kurznachrichtendienst Twitter schreibt. Auch andere Politiker wie zum Beispiel Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) haben scharfe Kritik an der Entscheidung von US-Präsident Trump geübt. “Die Entscheidung von Präsident Trump ist unverantwortlich”, teilte Kurz mit.

Das Pariser Klimaschutzabkommen

Das Übereinkommen von Paris ist eine Vereinbarung der 195 Mitgliedsstaaten der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen mit dem Ziel des Klimaschutzes in Nachfolge des Kyoto-Protokolls. Das Abkommen wurde am 12. Dezember 2015 verabschiedet und trat am 4. November 2016 in Kraft, um der durch Menschenhand verursachten globalen Erwärmung gemeinsam entgegenzuwirken. Mit dem heutigen Datum erkennen es alle Staaten außer Syrien, Nicaragua und die USA an.

Die wichtigsten Punkte:

  • Die Erderwärmung auf unter zwei Grad, womöglich gar auf 1,5 Grad begrenzen
  • Netto-Treibhausgasemissionen in der zweiten Jahrhunderthälfte auf null reduzieren
  • Entwicklungsländer finanziell beim Klimaschutz unterstützen
  • Konkrete Klimaschutzpläne umsetzen – 190 Staaten legten ihre in Paris auf den Tisch

Uneinigkeiten im Weißen Haus

US-Präsident Trump begründet seine Entscheidung damit, dass er ein neues und „faireres“ Abkommen verhandeln will, um in erster Linie die Interessen und Bedürfnisse des amerikanischen Volkes zu vertreten. Ihre Interessen gelten auch dem Kohleabbau, welcher durch das Abkommen verhindert werden würde. Trump verkündete schon während des Wahlkampfes seinen Plan, aus dem Übereinkommen auszusteigen, da er unter anderem auch den von uns Menschen verursachten Klimawandel und die globale Erderwärmung als reine Erfindung betitelte. Ungefähr ein Drittel der Bevölkerung stimmt ihm zu und ist im Allgemeinen der Meinung, dass man keine Verträge unterschreiben sollte, die nicht dem Nutzen der USA dienen. Trumps Tochter Ivanka ist jedoch der Meinung, dass man aus dem Klimaschutzabkommen nicht aussteigen sollte.

Die Konsequenzen

Der Ausstieg der Vereinigten Staaten – die nach China weltweit der zweitgrößte Produzent von Treibhausgasen sind – ist ein massiver Schlag gegen das internationale Regelwerk. Die absehbare Entscheidung hatte schon vor Trumps Auftritt rund um den Globus eine Welle des Protestes ausgelöst. Die USA produzieren derzeit 6,3 Milliarden Tonnen an CO2-äquivalenten Treibhausgasen. Zum Vergleich: Deutschland kommt derzeit auf 950 Millionen Tonnen pro Jahr. Umweltorganisationen wie zum Beispiel Greenpeace oder Global 2000 warnen vor der größten Krise der Menschheit – der globalen Erwärmung. Die verbliebenen Staaten, darunter auch Österreich, müssen nun noch mehr Verantwortung übernehmen.

Unter den Folgen des von Menschenhand verursachten Klimawandels und der Erderwärmung sind Rohstoff und Wasserknappheit. Aus diesem Grund können durch den Mangel an Grundnahrungsmitteln weitere Kriege ausgelöst werden. Ackerflächen und Latifundien könnten von großen Industrienationen durch den primär von ihnen verursachten Klimawandel unkultivierbar gemacht werden. Jede Erdbewohnerin, jeder Erdbewohner hat per Menschenrecht das uneingeschränkte Recht auf Nahrung und Natur, jedoch verwehren die Folgen von – auch klimawandelbedingten – Umweltkatastrophen vielen den Zugang zu diesen Dingen schon jetzt.


Foto (auch auf Startseite verwendet):

(c) Gerhard Mester


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