Kenne Deine Rechte

Menschen außerhalb der Heteronormativität


LGBT-Menschen haben es auch heutzutage schwer. Noch längst nicht ist die Message „Liebe ist Liebe“ angekommen.

Im Vergleich zu anderen Ländern ist Österreich sehr fortgeschritten, dennoch wurde Homosexualität erst 1971 legalisiert, während dies in Frankreich schon 1791 der Fall war. In vielen Ländern scheint eine Legalisierung noch in weiter Ferne zu liegen.

Das Verbot der „Homo-Propaganda“ in Russland ist ein gutes Beispiel. „Die Schöne und das Biest“ wurde erst auf ein 16+ Rating eingestuft, da der Film einen „schwulen Charakter“ aufweist. Auch in Amerika fällt Präsident Donald Trump mit homophoben Aussagen auf.

“I knew him a little bit when Bruce was a great athlete. He was one of the best-looking people you’ll ever see”, äußerte er sich über Caitlyn Jenner, eine berühmte Transgenderfrau, und verwendete somit das falsche Pronomen. Während seines Wahlkampfes drohte er auch öfters, die Homo-Ehe wieder abzuschaffen. Allerdings nahm er dies wieder zurück.

Es gibt allerdings auch positive Entwicklungen. In New York beispielsweise sind seit diesem Jahr im Gastgewerbe Unisex-Toiletten verpflichtend, dieses Jahr hat „Moonlight“, dessen Protagonist schwul ist, den Oscar als bester Film gewonnen und bereits 2016 hat „The Danish Girl“, welcher sich um das Leben der intersexuellen Lili Elbe dreht, einen Oscar gewonnen.

Es ist noch viel zu tun…

Im Jemen, Iran, Mauretanien, Nigeria, Katar, Afghanistan, Saudi-Arabien, Somalia, Sudan und in den Vereinigten Arabischen Emiraten hingegen wird Homosexualität sogar mit dem Tode bestraft. Selbst ein einziger Kuss wird mit einer Gefängnisstrafe geahndet.

Verwunderlich ist, dass im Iran Transsexualität erlaubt ist. Somit unterziehen sich oft homosexuelle Menschen einer Geschlechtsumwandlung, um ein halbwegs normales Leben führen zu können. Eine Flucht in ein anderes Land erscheint oft zu abwegig.

Der jüngste Vorfall in Tschetschenien sorgte für Aufsehen: Homosexuelle werden verschleppt und gefoltert. Sie werden in Geheimgefängnisse gebracht und verharren dort manchmal sogar monatelang. Dies wird alles unter den Tisch gekehrt, da es angeblich keine Homosexuellen in Tschetschenien geben soll. In der russischen Zeitung „Novaya Gazeta“ wurde erstmals darüber berichtet. Viele Opfer melden sich jedoch nicht, weil sie Angst haben. Human Rights Watch bestätigte die Vorfälle. Gefangene berichteten, wie „Hunde“ gehalten worden zu sein. Mindestens drei Menschen wurden ermordet.

Menschen wehren sich

Die Initiative „Enough is Enough“ ruft zu einer Spendenaktion auf, deren Erlöse dem Russischen LGBT-Netzwerk zugutekommen sollen. Seid Al-Hussein, UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, meinte, dass die Verfolgung ein Ende haben soll. Auch Joe Biden, der ehemalige Vize-Präsident der USA, sprach sich dagegen aus.

Es ist noch viel zu tun, aber es wurde auch schon viel erreicht. Solange Menschen für LGBT Rechte kämpfen, ist es nicht hoffnungslos.

 

Foto (abgewandelt, auch auf der Startseite zu finden): (c) Brian Minkoff-London Pixels


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