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Weltgesundheitstag: Sich gegen den Druck wehren


In diesem Jahr steht das Thema Bluthochdruck im Mittelpunkt des Weltgesundheitstages (WGT) am 7. April. Bluthochdruck (Hypertonie) gilt als ernstzunehmende Krankheit, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als die am verbreitetesten vermeidbare Erkrankung der Welt bezeichnet wird.

Diagnostiziert wird die Krankheit durch eine einfache Messung. Dabei wird angezeigt, wie stark das Blut gegen die Arterienwände gepresst wird. Entsteht dabei zu hoher Druck, werden die Arterien und das Herz zu stark belastet und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht sich.

Häufig wird Bluthochdruck erstmals in der Pubertät festgestellt. Doch viele Jugendliche werden gar nicht auf die Krankheit untersucht, da oftmals angenommen wird, dass nur ältere Menschen daran leiden. Durch die fehlende Untersuchung kann chronischer Bluthochdruck lange Zeit unentdeckt bleiben und im Erwachsenalter zu größeren gesundheitlichen Problemen führen. Doch lässt sich das Risiko an Bluthochdruck zu erkranken bereits in jungen Jahren verringern: Wer täglich weniger als fünf Gramm Salz zu sich nimmt und somit seinen Salzkonsum verringert, regelmäßig Sport betreibt und auf unnötigen Stress verzichtet, der kann dazu beitragen, das Risiko an Bluthochdruck zu erkranken minimieren.

Der „stille Killer“

Die Weltgesundheitsorganisation, die den Tag seit 1950 begeht, möchte heuer darauf aufmerksam machen, dass es sich bei Bluthochdruck um eine Erkrankung handelt, die unbehandelt gravierende Auswirkungen haben kann. Zu den Folgen von Bluthochdruck gehören Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkte und Schlaganfälle, auf Dauer auch Herzversagen und Herzrhythmusstörungen. Unbehandelt kann die Krankheit auch zu Erblindung und anderen Organschäden führen.

Jeder dritte Erwachsene weltweit leidet statistisch gesehen an Bluthochdruck, wobei Männer häufiger als Frauen betroffen sind. Im Jahr 2010 konnten mehr als neun Millionen Todesfälle weltweit (das sind 13% aller Todesfälle) auf Bluthochdruck als Ursache zurückgeführt werden. Die Erkrankung gilt als „stiller Killer“, da es bei den meisten Menschen durch fehlende Symptome nie zu einer ärztlichen Diagnose kommt. Durch die fehlenden Krankheitszeichen wird Bluthochdruck zu einer nicht zu unterschätzenden Krankheit, die von großer Bedeutung für die öffentliche Gesundheit ist.

Der diesjährige WGT soll daher dazu beitragen, dass eine stärkere Sensibilisierung für die Krankheit und ihre Ursachen und Folgen erfolgt. Die Früherkennung soll gefördert werden, indem Erwachsene und Jugendliche zu regelmäßigen Blutdruckuntersuchungen motiviert werden, wobei das letztendliche Ziel dabei die Verringerung von Schlaganfällen und Herzinfarkten ist.

Ein Tag mit langer Geschichte

Seit 1950 wird der Weltgesundheitstag am 7. April von der WHO begangen und erinnert dabei auch an die Gründung der Organisation im Jahr 1948. Jedes Jahr befasst sich die WHO im Rahmen des Weltgesundheitstages mit einem anderen global relevanten Gesundheitsthema. Hauptziel ist es dabei, dieses Thema in das Bewusstsein der Weltöffentlichkeit zu rücken. Im vergangenen Jahr stand das Thema Älterwerden im Fokus und es wurde die Frage gestellt, wie die Gesellschaft und Politik ein gesundes Altern ermöglichen können.


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